Wenn vom 22. bis 24. Juni 2010 im CCP Pforzheimer Congress Centrum die 2. Stanztec veranstaltet wird, zeigt sich damit nicht zuletzt das Stand- und Durchsetzungsvermögen des gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat entwickelten neuen Fachmessen-Konzepts zu diesem „Nischen“-Thema. Doch genau genommen stellt die Stanztechnik mit all ihren Ausprägungen längst keine Nische mehr dar, sondern sie durchdringt mehr und mehr alle Bereiche des täglichen Berufs- und Privatlebens. Kaum ein Antrieb, ein Gerät oder ein Apparat, der nicht über Stanzteile verfügt und dessen Funktionalität in letzter Zeit nicht mit Hilfe gestanzter Teile erheblich gesteigert wurde. Kaum eine Automotive-Baugruppe, die nicht mittels Stanzteilen oder kombinierten weil umspritzten Stanz-/Kunststoffteilen multifunktional ausgelegt wurde, dabei erhebliche Gewichtseinsparungen bringt und damit Ressourcen schont. Speziell die zukunftsorientierten Bereiche Mechatronik und Mikrosystemtechnik profitieren in hohem Maß von der Stanztechnik, weil vor allem mit kleinsten Stanzteilen z. B. elektrische Energie effizient in lineare oder rotative Bewegungsabläufe umgesetzt wird.
Stanzteile sind „überall“ zu finden, oder: ohne Stanzteile geht nichts!
Folgerichtig ziehen trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwäche die Geschäfte bei den Herstellern von Stanz- und kombinierten Stanz-/Biegewerkzeugen, stanztechnischen Einrichtungen wie Pressen etc., Fertigungs-Peripherie sowie Stanzteilen und Baugruppen wieder deutlich an. Dies ist zum einen nicht zuletzt auf die Tatsachen zurückzuführen, dass viele der produzierenden Unternehmen ihre Lager weitestgehend zurückgefahren haben und jetzt mehr auf strikte Auftragsfertigung setzen. Diese Strategie erfordert jedoch mehr Stanz- und damit Anlagen-Kapazitäten, was natürlich die Hersteller und Anbieter erfreut. Zum anderen können jetzt und in Zukunft nur mit innovativen Antriebs- und Funktionssystem-Entwicklungen sowie Mehrwert für den Kunden gute Geschäfte gemacht werden, was wiederum alternative Produktionslösungen mit sich bringt und beispielsweise zur Substitution von Zerspanungsteilen durch Stanz-/Umformteile führt. Davon profitieren vor allem die Hersteller von Stanz- und Stanz-/Biegeteilen sowie Baugruppen; zumal sich durch den Mehr-Einsatz von Stanzteilen etc. auch die „Wertschöpfungspfade“ verändern, was sich sehr positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den globalen Wettbewerbern auswirkt.
Das CCP ist mit 151 Ausstellern komplett ausgebucht!
So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass mit 151 Ausstellern zur 2. Stanztec schon im zweiten Anlauf eine Rekordbeteiligung zustande kam; wobei das Messeteam der Stanztec um die Projektleiterin Monika Frank sehr bemüht war, keine Wartelisten entstehen zu lassen, was aber angesichts der begrenzten Ausstellungsflächen von brutto rund 3.500 m2 bzw. netto gut 2.500 m2 nicht immer von Erfolg gekrönt war bzw. sein kann. Schließlich „lebt“ die Stanztec in ihrer heutigen Form hauptsächlich von der klaren Branchen-Orientierung, weshalb auch nicht angedacht ist, nur um des Wachsens Willen die Nomenklatur auszuweiten, sondern sich das Augenmerk konsequent auf die Qualität des Ausstellungs-Portfolios und weitergehend auf die Fachbesucher richtet. Die 3. Stanztec findet dann vom 19. bis 21. Juni 2012 statt, womit der mit dem Ausstellerbeirat vereinbarte Zweijahres-Rhythmus zum Tragen kommt.